Drag Racing
ist ein Beschleunigungsrennen über eine festgelegte Distanz. Es begann in den späten 40er Jahren
in den USA, als die Teens und Twens zunehmend gefallen daran fanden, sich an der Ampel mit ihren heiß
gemachten Autos zu "duellieren". Später kultivierte man den jugendlichen Ehrgeiz einer ganzen Nation,
lenkte ihn durch feste Regeln auf dafür geeignete Pisten und machte daraus Amerikas Motorsport Nummer
1!
Das Prinzip ist bis heute gleich geblieben: Zwei Fahrzeuge stehen an einer (wenn auch modifizierten) Ampel
nebeneinander und wer nach Aufleuchten des grünen Lichtes zuerst die Ziel-Lichtschranke am Ende der
Strecke durchfährt, ist der Sieger. Drag ist vom englischen to drag abgeleitet, was man mit
vorwärts ziehen oder vorwärts kommen übersetzen kann.
Die Dragster sind Fahrzeuge mit den leistungsstärksten Motoren der Welt. Ülber 4000 PS bringt ein
Top-Fuel-Dragster an den Start. Und diese Leistung will erstmal auf den Asphalt gebracht werden!
Entsprechend aufwendig sind die Startvorbereitungen, angefangen vom anwärmen der Reifen im "Burn-Out"
bis zum Spezialkleber, der für die nötige Bodenhaftung sorgt. High Tech ist Trumpf, Computer
überwachen die Motorleistung und ein zeitgesteuertes Kupplungsmanagment sorgt für
Beschleunigungswerte von weniger als 1 Sekunde auf 100 Stundenkilometer.
Drag Racing ist der fairste Motorsport der Welt; zwei Fahrer mit ihren Maschinen gegen die Uhr und nicht
gegeneinander. Die Sicherheitsvorschriften sind die Strengsten der Welt, Bremsfallschirme als
zusätzliche Bremshilfe sind Pflicht, um die Fahrzeuge wieder sicher zum Stehen zu bringen. Seit 1992
gibt es ein weltweites FIM Reglement für Dragster-Motorräder und eine FIM Europameisterschaft.
Auch bei den Automobilen ist Drag Racing seit 1995 in einem weltweiten FIA Reglement organsisiert. Inzwischen
werden Dragster-Rennen auf fünf Kontinenten veranstaltet. Natürlich ist Amerika, der Heimat dieses
Sportes, die größte Zahl von Teilnehmern auf den über 150 permanenten Dragster-Rennstrecken
zu finden. Doch auch in Neu Seeland, Australien, Mexiko, Japan und Europa wird die Zahl der Veranstaltungen
immer größer. In Deutschland hat der Drag Racing Sport mit Sprintrennen, die von Amerikanern
organisiert wurden, angefangen. In Europa begann 1984 die erste Euro Serie.
Dragster ABC
A wie Air Shifter |
Über einen Knopf am Lenker mittels Druckluft
durchgeführter Schaltvorgang. |
B wie Burn Out |
Vor dem eigentlichen Start lässt man das Hinterrad durchdrehen
um den Pneu anzuwärmen und besseren Grip zu erzeugen |
C wie christmas tree |
Bezeichnung der Startampel |
D wie data log |
Computer zum aufzeichnen von Daten z.B. Drehzahl, Auspufftemperatur,
Kupplung |
E wie Extern-Starter |
Bikes und Autos ab einer bestimmten Klasse, haben keinen eigenen
internen Starter mehr an Bord und werden extern gestartet. |
F wie Full throttle |
Wer nicht Vollgas gibt hat im Drag-Racing nichts zu suchen. |
G wie grip |
Anderes Wort für Traktion oder Haftung |
H wie Hestec |
Bei vielen Teams benutzte Einspritzanlage mit integriertem Datalog
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K wie kill switch |
Jedes Bike muss einen sogenannten Notschalter haben, der mit dem
Fahrer verbunden ist. Sollte dieser mal unfreiwillig absteigen, gehen Zündung und
Benzinzufuhr aus. |
L wie Line Up |
Im Vorstartbereich werden die Fahrer aus jeder Klasse nach den
Qualifikationslisten aufgestellt. |
M wie Marshall |
Rennleiter |
N wie NOS |
Lachgas ist in Top Gas als Leistungssteigerung verboten in anderen
Klassen aber erlaubt |
O wie Oildown |
Passiert fasst nur bei den Autoklassen, wenn durch Motorplatzer
Öl auf die Strecke kommt. |
P wie Pits |
Anderes Wort für Fahrerlager. |
Q wie Quartermile |
Die klassische Distanz sind eine 1/4 Meile oder in Metern 402,32.
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R wie redlight |
Wer zu früh startet, bekommt ein Rotlicht und ist damit
ausgeschieden. |
S wie shift light |
Statt Drehzahlmesser gibt es eine grelle Lampe, die bei jedem Gang
nach erreichter Drehzahl aufleuchtet und dem Fahrer signalisiert, dass er schalten muss.
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T wie traction bite |
Spezialkleber für die Strecke um für besseren Grip zu
sorgen. |
V wie VP |
Rennbenzin Hersteller |
W wie wheelie bar |
Starrer Ausleger hinten am Bike. Dient als Schutz damit sich das
Bike nicht überschlägt |
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